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Jusos in der SPD, Berlin, Bundesvorstand  (Bitte Grafik anklicken!)     Wir wollen keinen Kaiser!! SPD-Linke (Bitte Grafik anklicken!)

SPD-Linke Weser-Ems
BANTER KREIS
ehem. FRANKFURTER KREIS -

Regionalgruppe Wilhelmshaven

"Bei uns ist auch SPD drin!"



 

 

Banter Kreis - Regionalgruppe Wilhelmshaven
(Die JungsozialistInnen im Unterbezirk Wilhelmshaven
bis 13. November 1998)

 

A R C H I V: "Wir wollen keinen Kaiser Wilhelm!!"

Dokumentation gegen das Kaiser-Wilhelm I-Denkmal
in Wilhelmshaven (Niedersachsen)
(Diese Homepage ist in Bearbeitung. Siehe auch Dateien
"pressemi.htm#WilhelmDenkmal" und "spd-hist.htm#WilhelmDenkmal")

DGB-Kreisvorsitzender Manfred Klöpper
(Sprecher des Arbeitskreises "Wir wollen keinen Kaiser!!")
gegen das Kaiser-Wilhelm I-Standbild in Wilhelmshaven,
Dezember 1994

Datei: /kloepper.wav(176 KB)

WAVE-Datei: "kloepper.wav" (176 KB)


Gemeinsame Erklärung des stellvertretenden JUSO-UB-Vorsitzenden Torsten Christoph, Wilhelmshaven und des JUSO-Bezirksvorsitzenden Hinrich Schipper, Hage (März 1995)

Wider dem Wilhelmshavener Wilhelm-Denkmal

Der JUSO-Unterbezirk Wilhelmshaven kann sich bei seiner politischen Arbeit gegen das Wilhelm-Denkmal auf die Rückendeckung der JUSOs im Bezirk Weser-Ems verlassen!

Dieses Standbild steht seit dem 17. Dezember 1994 wieder gegenüber der Christus- und Garnsisonskirche an der Ebertstraße.

Wir JUSOs sind gegen die Verherrlichung eines Demokratenhassers und -mörders, Arbeiterschleifers und Soldatenverheizers.

Die JUSOs treten für ein geschichtsbewußtes, friedliches, soziales und demokratisches Wilhelmshaven ein.

Es ist untragbar, daß in einer von der Arbeiterbewegung geprägten und von unserer Mutterpartei den Sozialdemokraten - regierten Stadt der einstige Unterdrücker wieder den Sockel bestiegen hat. Hat unsere Mutterpartei das Gedächtnis verloren?

Öffentlichkeitssprecher der Wilhelmshavener JUSOs, Torsten Christoph, dazu:

"Wir wollen keine preußischen, königlich-kaisertreuen Sozialdemokraten, die die Sozialistengesetze vergessen haben. Wilhelm Liebknecht und August Bebel würden sich im Grabe umdrehen! Beide sozialdemokratischen Politiker dürfen nicht vergessen werden, weil sie schon zur schrecklichen Bismarck-Zeit für mehr Demokratie waren." Der Rechtsruck in der SPD muß insgesamt aufgehalten werden. Wir JUSOs müssen gegen den rechten Strom in der Partei schwimmen, wir müssen viele 'Sozialdemokraten' an ihre Wurzeln erinnern! Die Sozialistengesetze von 1878 - 1890 gegen die sich in Sozialdemokratie und Gewerkschaft organisierte Arbeiterbewegung sind untrennbar mit Wilhelms Epoche verbunden. Sozialdemokratische Persönlichkeiten mußten ins Exil gehen.

Schon die 'Süddeutsche Zeitung schrieb am 2. September 1993, im Artikel 'Nur eine Provinzposse', folgendes: "Warum geben sie (die Denkmalserbauer) ihr Geld nicht für zusätzliche Arbeitsplätze oder in der Jugendarbeit aus (Wilhelmshaven hat eine Arbeitslosenquote von 18,4 Prozent), zum Beispiel?"

Hätte man mit 250.000,-- DM - soviel hat dieses Wilhelm-Standbild gekostet - nicht mehr für Obdachlose tun können? Geschäftsleute, die vorher selbst nicht in Erscheinung traten, schenkten der Stadt Wilhelmshaven eine Statue.

Man erzielte die Zustimmung des Verwaltungsausschusses zum Denkmalsneubau, was wiederum die Erörterung im zuständigen Kulturausschuß des Stadtrates verhinderte. Der Stadtrat selbst wurde ausmanövriert, und damit fand keine Diskussion über die Errichtung des Denkmals statt, die das Für und Wider veröffentlichte, den Bürger informierte und ihm die Kontrolle seiner Volksvertreter ermöglicht hätte.

Von Demokratie kann hier nicht mehr gesprochen werden. Die Öffentlichkeit wurde ausgeschaltet. Private Interessen haben hier gezählt. Es gehört dazu, Geschichte zu akzeptieren. Im Zweiten Weltkrieg, 1942, kam das Wilhelm I.-Standbild als Metallspende in die Waffenschmiede und wurde von den Nazis eingeschmolzen. Der leere Sockel hätte uns heute allen eine Mahnung gegen den Hochmut sein können. Denn der Hochmut kommt vor dem Fall.

Gerade wir, die JUSOs und die älteren SozialdemokratInnen, sollten diesen Wilhelm-Personenkult vermeiden.

Dieser Kult steht keinem echten Demokraten und schon gar nicht einem echten Sozialdemokraten!

V.i.S.d.P. und für Rückfragen steht Ihnen/Euch zur Verfügung:

Torsten Christoph, JUSOs im Unterbezirk Wilhelmshaven, Tel./AB & Fax/Daten:
+49 (0)4421 44833, E-Mail: torsten.christoph(at)t-online.de, torstenchristoph(at)web.de
 

Diese Presseerklärung wurde auch bundesweit im "AG-Rundschreiben" (Nr. 6, August 1995, Seiten 16/17) der Bundes-JUSOs und im "Rhabarber" (April/Mai 1995) der JUSOs Weser-Ems veröffentlicht.



Heidemarie Wieczorek-Zeul's (MdB, Bundes-SPD) Antwort zum Wilhelm-Standbild in Wilhelmshaven (Bonn, 11. April 1995)

Lieber Torsten Christoph,
liebe Genossinnen und Genossen in Wilhelmshaven,

Heidemarie Wieczorek-Zeul dankt Euch verbindlich für Eure Nachricht vom 6. April. Sie teilt Eure Empörung über die Wiedererrichtung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals in Eurer Heimatstadt. Alle halbwegs geschichtsbewußten Sozialdemokraten und Sozialdemokratinnen können über diesen Akt von unverbessserlicher Traditionstrottelei eigentlich nur den Kopf schütteln!

Angesichts der erheblichen wirtschaftlichen und sozialen Probleme in Eurer Heimatregion kann man aber auch mit vollem Ernst von einer politischen Provokation sprechen.
Wer Jugendlichen bewußt Entwicklungschancen vorenthält, andererseits aber offenbar vorhandene Ressourcen zur Kultivierung eines falsch verstandenen Geschichts- und Traditionsbewußtseins vergeudet, handelt verantwortungslos und verdient Kritik!

Wir wünschen Euch für Euer weiteres Engagement in der Sache viel Erfolg und danken
für Eure Grüße, die wir gern erwidern!
 
 

Anmerkung der Redaktion:

Heidemarie Wieczorek-Zeul ist stellv. SPD-Bundesvorsitzende, Mitglied des Deutschen Bundestages (SPD-Bundestagsfraktion) und im FORUM DL 21 e. V./FRANKFURTER KREIS (EinladerInnenkreis/Bund, Koordinator)

Seit Oktober '98 ist Heidemarie Wieczorek-Zeul Bundesministerin für Entwicklungshilfe.

Heidemarie Wieczorek-Zeul,  MdB, stellv. SPD-Bundesvorsitzende, Bundesministerin für Entwicklungshilfe


Konrad Gilges' (MdB, Bundes-SPD) Antwort zum
Wilhelm-Standbild in Wilhelmshaven (Köln, 10. Juli 1995)

Lieber Thorsten,
liebe Genossinnen, liebe Genossen,

vielen Dank für Euer Schreiben vom 9. Juli 1995. Konrad Gilges teilt Eure Ablehnung der Wiedererrichtung des Kaiser-Wilhelm-I-Denkmals.

Das deutsche Volk hat eine Vielzahl von historischen Erfahrungen gemacht.
Es waren viele schlechte aber auch viele gute dabei. Nur ist es eine
Entscheidung von heute, welcher dieser Erfahrungen man heutzutage gedenken will.

Und als Sozialdemokrat fallen einem da viele ein. - ein Kaiser-Denkmal ist aber nicht dabei.

Wir begrüßen Euer Eintreten für ein friedliches, soziales und demokratisches Wilhelmshaven. In einer Zeit, in der deutsche Soldaten wieder in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt werden, sollte unser aller Augenmerk genau auf diese Tradition des deutschen Volkes gelegt werden.

Wir haben kein Verständnis für den Blickwinkel der kriegerischen Unterdrücker, die die Ideen der Sozialdemokratie mit Füßen getreten und viele unserer Vorfahren mit Repressionen überzogen haben.

Wir wünschen Euch und Eurem Engagement viel Erfolg und senden Euch allen solidarische Grüße
 
 

Anmerkung der Redaktion:

Konrad Gilges ist für den Wahlkreis 61 (Köln III) Mitglied des Deutschen Bundestages und Mitglied der SPD.
 

Bundestagswahlergebnis 1998 im Wahlkreis 61 (Köln III)
SPD: 52,1 - CDU 31,3 - Grüne 9,8 - F.D.P. 2,7 - PDS 1,2
(Alle Angaben in Prozent)

Suche in der SPD


Rudolf Scharping, MdB (Bundes-SPD), gegen das
Kaiser-Wilhelm I-Denkmal am Deutschen Eck (Koblenz)
und gegen das Wilhelm I-Standbild in Wilhelmshaven

in Vorbereitung


SozialdemokratInnen putzen keine Kaiser! Heidi ist empört!



SPD-Linke-Links

Björn Böhning, SPD-Bundesvorstand
Kommissarischer Vorsitzender FORUM DL 21 e. V., Berlin (Bundes-SPD-Linke)

Niels Annen, SPD-Bundesvorstand
2. Vorsitzender FORUM DL 21 e. V., Berlin (Bundes-SPD-Linke)

Andrea Nahles, ehem. MdB,
Ehem. 1. Vorsitzende FORUM DL 21 e. V., Berlin (Bundes-SPD-Linke)

Detlev von Larcher, ehem. MdB,
Ehem. 2. Vorsitzender FORUM DL21 e. V., Berlin (Bundes-SPD-Linke)
Ehem. Koordinator des FRANKFURTER KREISES in der SPD (Bund, Berlin)

SPD-Linke, Landesverband Berlin

USPD



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P  01. Mai 2000, 20:30 h (MESZ) - BANTER KREIS der SPD-Linken Weser-Ems; ehem. FRANKFURTER KREIS (Regionalgruppe W'haven)
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Hintergrundstimme (online): "Arbeitskreis 'Wir wollen keinen Kaiser!!'"
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Update: 11. Januar 2008, 23:50 h (MEZ/GMT + 1 h)